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Was ist Typhus abdominalis? | |
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| Typhus abdominalis ist eine schwere Infektionskrankheit, deren Erreger das Bakterium Salmonella typhi ist. Das Bakterium verursacht Symptome wie Fieber (ca. 40°C), Übelkeit, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Verstopfung/Durchfall, Appetitlosigkeit sowie Bauchschmerzen und erfordert häufig einen Krankenhausaufenthalt. |
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Wie wird Typhus abdominalis übertragen? | |
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| Über verunreinigte Lebensmittel und unsauberes Trinkwasser von Mensch zu Mensch. |
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Wieviel Zeit liegt zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit? | |
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| Zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch liegen meist 1 bis 3 Wochen. |
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Wie schütze ich mich vor Typhus abdominalis? | |
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Am einfachsten und besten durch Schutzimpfung. Ausserdem sollten Sie auf die persönliche Hygiene (Händewaschen!) achten. Vermeiden Sie ungekochte Speisen und Getränke. „Cook it, boil it, peel it – or forget it!“ |
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Kann man an Typhus abdominalis sterben? | |
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| Ja. Selbst wenn geeignete Medikamente zur Verfügung stehen und der Patient im Krankenhaus behandelt werden kann, sterben 1% der Erkrankten. Weltweit sind dies jährlich 600'000 Menschen. Ohne Antibiotika und Impfstoffe wären es ein Vielfaches. |
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Wie verläuft Typhus abdominalis bei Kindern? | |
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| Bei Kindern verläuft die Krankheit in der Regel weniger heftig als bei Erwachsenen. Da sich Kinder jedoch weniger hygienisch verhalten als Erwachsene, stecken sie sich leichter an und übertragen die Krankheit, häufig ohne selbst Symptome zu zeigen. |
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Wo ist mit Typhus abdominalis zu rechnen? | |
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Hochrisikogebiete sind Indien, Nepal, Nordafrika, Westafrika und Peru. |
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Risikogebiete sind Ost- und Südafrika, ganz Asien ausser Indien und Nepal sowie Lateinamerika ausser Peru. |
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Gebiete mit tiefem Risiko sind Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Balkanländer und Osteuropa. | |
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Sind Reisende aus der Schweiz besonders gefährdet? | |
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| Ja. Durch den hierzulande hohen Hygienestandard findet keine natürliche Immunisierung statt. Die Exposition führt deshalb sehr häufig zur Erkrankung. Den schweizerischen Gesundheitsbehörden werden jährlich durchschnittlich 50 Fälle gemeldet. Die Anzahl der Reisenden, deren Ferien durch Typhus abdominalis verdorben worden sind, dürfte um eine Vielfaches höher liegen. |
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Was soll ich tun, wenn ich den Verdacht habe, infiziert zu sein? | |
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| Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Typhus abdominalis muss sofort mit geeigneten Antibiotika behandelt werden, da es innerhalb weniger Tage u. a. zu Darmblutungen kommen kann. |
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Gibt es eine Behandlung? | |
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| Typhus abdominalis kann mit geeigneten Antibiotika meistens zuverlässig behandelt werden. In den letzten Jahren geschieht es jedoch immer häufiger, dass selbst moderne Antibiotika versagen („Multiresistenz“). Die prophylaktische Schutzimpfung wird daher zunehmend wichtig. |
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Wer sollte sich gegen Typhus abdominalis impfen? | |
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Reisende in Risikogebiete |
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Personen, die mit Überträgern von Salmonella typhi in Berührung kommen: Angehörige, Reisemediziner, Betreuer von Flüchtlingen, Flughafenpersonal | |
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Wie wird geimpft? | |
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| Zur Grundimmunisierung reicht die Einnahme von drei Kapseln im Laufe von fünf Tagen. Der Impfschutz hält dann mindestens ein Jahr an. Wenn Sie sich ständig in einem Risikogebiet aufhalten, muss die Impfung erst nach drei Jahren wiederholt werden. Halten Sie sich nur für kurze Zeit oder hin und wieder in einem Risikogebiet auf, sollten Sie den Impfschutz schon nach einem Jahr auffrischen. |
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Wann setzt der Immunschutz ein? | |
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| Schon nach 10-14 Tagen weisen die meisten Impflinge einen ausreichenden Immunschutz auf. Um sicher zu gehen, sollte mit der Impfung spätestens zwei bis drei Wochen vor der Abreise begonnen werden. |
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Wie werden die Impfdosen (Kapseln) eingenommen? | |
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Für Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene sind insgesamt 3 Impfdosen an den Tagen 1,3 und 5 erforderlich. Die Kapseln jeweils nüchtern 1 Stunde vor dem Essen mit kaltem oder lauwarmem Wasser einnehmen (max. 37°C). |
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Ab welchem Alter ist ein Impfschutz möglich? | |
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| Ab Vollendung des 5.Lebensjahres. |
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Ist die Impfung gegen Typhus abdominalis gut verträglich? | |
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| Die Impfung gilt als sehr gut verträglich. Bis heute sind über 100 Millionen Dosen verimpft worden. Der Impfstoff enthält keine Schwermetallsalze oder Konservierungsmittel, ist vollständig abbaubar und hinterlässt im Körper keine Rückstände. Keinesfalls können Sie durch die Impfung Typhus abdominalis bekommen. |
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Ist ein zeitlicher Abstand zur Malariaprophylaxe notwendig? | |
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| Ja. Zwischen der Einnahme der letzten Kapsel und dem Beginn der Malariaprophylaxe sollte ein Abstand von mindestens drei Tagen liegen. |
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| Stand: April 2006 |