Grippe - Fragen & Antworten

Heilen ist gut. Impfen ist besser!

Vergessen Sie die Grippewelle. Denken Sie an die Grippeimpfung.



  Was ist überhaupt eine echte Grippe (Influenza)
und woran erkennt man sie?

Schnupfen, Husten, Halsweh, Kopfweh und etwas Fieber - das ist selten eine richtige Grippe. Höchstens ein «grippaler Infekt.»

Die echte Grippe (Influenza) ist eine ernst zu nehmende Virus-Erkrankung. Sie beginnt im Normalfall mit plötzlichem hohen Fieber und Schüttelfrost. Neben Kopf- und Gliederschmerzen sind Muskel- und Kreuzschmerzen typisch. Dazu kommen, extreme Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Grippewellen treten in Europa fast jedes Jahr in ein oder zwei Wellen zwischen Dezember und März auf. Wen die Grippe erwischt, der ist echt krank und muss ein bis zwei Wochen das Bett hüten.

  Wie steckt man sich eigentlich an?

Die Grippe wird durch Tröpfcheninfektion (Husten und Niesen) sowie durch direkten Kontakt mit Handschweiss oder Speichel übertragen. Deshalb kann auch ein freundlicher Händedruck zur Ansteckung führen. Gerade Personen, die zwar schon infiziert sind, bei denen die Grippe aber noch nicht ausgebrochen ist, übertragen besonders viele Grippeviren: ein Händedruck hier, ein Küsschen dort, Niesen im vollbesetzten Tram – und die Übertragung ist erfolgt.

Das Grippevirus verbreitet sich mit Vorliebe in geschlossenen Räumen (Büro, Klassenzimmer, Tram, Lift, Einkaufszentren, Restaurants). Während einer Epidemie ist es fast unmöglich, alle Ansteckungsquellen zu meiden - es sei denn, die ganze Familie bleibt zu Hause und niemand kommt zu Besuch.

  Wie bekämpft man eine Grippe?

Es gibt zahlreiche Mittel, die allesamt nur Symptome bekämpfen. Sie senken das Fieber, lindern die Schmerzen und erleichtern die Atmung. Vitaminzusätze helfen dem Organismus, die Infektion zu überwinden. Daneben hilft nur: Bettruhe, viel trinken - und Geduld haben. Wer dennoch aufsteht, steckt erstens seine Umgebung an und riskiert zudem Komplikationen wie Herz- und Kreislaufprobleme.

Seit neuestem gibt es auch Medikamente, welche – sofort bei den ersten Anzeichen eingenommen - den vollen Ausbruch der Infektion verhindern oder mildern. Aber auch bei zeitlich optimalem Einsatz ist eine Grippe nicht sicher vermeidbar. Antibiotika bekämpfen Bakterien, aber keine Viren. Also auch keine Grippe. Wenn sie der Arzt in manchen Fällen dennoch verschreibt, dann mit dem Ziel, Komplikationen zu vermeiden.

  Kann man sich vor Grippe schützen?

Ja, man kann sich gegen Grippe mit einer Impfung schützen. Nach einmaliger Anwendung beträgt der Impfschutz je nach Impfstoff und Alter des Impflings bis zu 95%.

Die Grippeviren ändern sich jedes Jahr. Im Frühling wird bekannt, welche Grippeviren in der Saison zu erwarten sind - und entsprechend wird der Impfstoff hergestellt. Nach der Impfung bildet unser Immunsystem Antikörper zur Abwehr dieser Grippeviren - bevor die Epidemie ausbricht.

Weil sich die Grippeviren ständig verändern, empfiehlt es sich, die Grippeimpfung jedes Jahr zu wiederholen. Melden Sie sich also rechtzeitig bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Grippeimpfung an. Die Impfzeit ist von September bis Dezember, idealerweise zwischen Mitte Oktober bis Mitte November. Die Grippeimpfung ist sehr gut verträglich. In wenigen Fällen kommt es zu leichten Schwellungen an der Einstichstelle. Und was besonders wichtig ist: die Grippeimpfung enthält keine lebenden Viren und kann daher keine Grippe auslösen.

  Wem bezahlt die Krankenkasse die Grippeimpfung?
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Grippeimpfung für folgende Personengruppen:
  ältere Menschen ab 65 Jahren
  Personen, die als Folge einer Krankheit im Fall einer Grippe einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Also zum Beispiel Diabetiker oder Herz-Kreislauf-Kranke oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
 

Personen, die regelmässig medizinisch betreut werden müssen.

  Wann soll geimpft werden?
Jährlich von September bis Dezember, bevorzugt Mitte Oktober bis Mitte November. Aber: Besser spät als gar nicht! Weil die Grippeimpfstoffe gemäss den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr anders zusammengesetzt sind, sollte die Impfung jährlich wiederholt werden, um den gewünschten Schutz zu gewährleisten.
  Wie gut schützt die Grippeimpfung?
Mit der Grippeimpfung lassen sich etwa 50% aller grippebedingten Todesfälle vermeiden.
  Welche Nebenwirkungen der Grippeimpfung gibt es?
Die Grippeimpfung gilt unter Fachleuten als sehr gut verträglich. In wenigen Fällen kommt es zu leichten Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle. Keinesfalls kann die Grippeimpfung eine Grippe auslösen.

 

Stand Juli 2003





© Crucell 2009 | Disclaimer